El Faro Malpique

Unterwassergedenkfriedhof an der Südspitze von La Palma

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28° 27' 20.06" N, 17° 50' 39.59" W
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Daten & Beschreibung

Maximaltiefe:
45 Meter

Tauchbasis vor Ort:
Buceo Sub La Palma

Routenplaner:
Google Maps

Wetter:

WetterOnline
Das Wetter für
La Palma

 

Beschreibung Tauchplatz:
Der Tauchplatz kann auf verschiedene Art betaucht werden:
Route 1, der Gedenkfriedhof: Ausgangspunkt ist der Gedenkfriedhof mit 42 Steinkreuzen bei ca. 16 Metern. Der etwas weitere Weg zum Friedhof, dafür mit sehr interessanten Lavaformationen und mit Trompetenfischhöhle: Wird nicht mit dem Boot angefahren steigt man an einem kleinen Kies- und Sandstrand ein und schnorchelt etwa 4 Minuten in Richtung Süden. Die Tiefe beim Abtauchen beträgt etwa 4 bis 6 Meter. Durch kleine Canyons und Lavafelsen erreicht man nach ca. 15 Minuten die Trompetenfischhöhle, nach weiteren 5 Minuten den Friedhof. Die maximale Tiefe des einfachen Tauchgangs beträgt 17 Meter und ist für jeden Ausbildungsstand geeignet.
Der Torre von Malpique: Die zweite, etwas anspruchsvollere Route. Einstieg über kleines Geröll und abtauchen bei ca. 7 Meter Tiefe. In Richtung Süden tauchend erreicht man bei 35 Metern eine tief abfallende Steilwand der gefolgt wird. Nach ca. 10 Minuten stößt man bei 38 Metern auf einen Torbogen, der bis auf 40 Meter durchtaucht wird, der Steilwand in diesem Bereich weiter folgen. In einer maximalen Tiefe von 45 Metern erreicht man einen einzel stehenden runden Felsen mit einem Durchmesser von etwa 6 Metern. Dieses Erk wird umrundet, man folgt dabei dem Verlauf nach oben, bis in eine Tiefe von 32 Metern. Auf dem Dach dieses Felsens lebt ein großer Hummer. Hier wird die Richtung geändert nach Norden. So gelangt man an eine weitere Wand, die sich auf ca. 16 bis 18 Metern erhebt. Über der Kante beginnt der Friedhof, der überquert wird. Ein schöner Canyon bei 7 bis 3 Metern bildet den Abschluss des Tauchgangs und führt zum Ausgangspunkt zurück.
Historie des Tauchplatzes:
Tazacorte anno 1570 legte im Hafen ein Schiff mit 40 jesuitischen Missionaren an. Auf ihrem Weg nach Südamerika wollten sie in Tazacorte Wasser und Lebensmittel bunkern. Sie hatten es (so die Überlieferung) sehr eilig, da sie von hugenottischen Freibeutern verfolgt wurden. Bereits nach einigen Tagen waren die Lebensmittel an Bord gebracht.
Die Jesuiten hielten in der Kirche Las Angustias noch eine Abschiedsmesse und stachen, in dem Glauben die Piraten hätten ihr Vorhaben aufgegeben, in Richtung Santa Cruz de La Palma in See. Sie wollten dort noch einige Waren ausliefern. Der Glaube, die Freibeuter hätten ihre Hatz aufgegeben, war ein tödlicher Irrtum. Unter dem Kommando des französischen Piraten Jacques de Sores hatte sich die Flotte mit 5 Piratenschiffen an der Nordwestküste La Palmas versteckt, lauerten den Jesuiten auf und verfolgten sie.
Vor dem Leuchtturm von Fuencaliente enterten die Hugenotten das Schiff, schnitten den 40 Missionaren die Kehlen durch und warfen die Leichen ins Meer... So weit die belegte Chronik der Überlieferung.
Die massakrierten Jesuiten wurden selig gesprochen.
Man nennt sie seither die Märtyrer von Tazacorte und in Fuencaliente ehrt man sie und gedenkt ihrer, auch in der Hoffnung auf ihren Schutz vor den Tücken des Meeres und der Vulkane. Nach den letzten Ausbrüchen in den 70er Jahren hat man an der Stelle des Meeres, wo das Gemetzel stattgefunden hatte, 40 Betonkreuze in etwa 16 Meter Tiefe auf den Meeresgrund gestellt.

Beigetragen von:
Jürgen Langenberger

Letztes inhaltliches Update:
20.06.2008

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